OffenerBrief von S.N.
Ein offener Brief an die deutschen Journalisten und Medienvertreter




Euskirchen, 12.10.2011
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schreibe diesen Brief an Sie alle, weil es mich wundert, dass viele von Ihnen offenbar immer
schön nachschreiben, was man Ihnen von oben diktiert.
Ich schreibe Ihnen, weil ich die Besitzverhältnisse in der Medienwelt kenne und die Praxis, dass
die größeren Medienvertreter den Ton vorgeben und wir so im ganzen Land das gleiche Zeug
lesen und sehen können, nur in etlichen verschiedenen Zeitungen, auf verschiedenen Sendern,
etc.
Ich schreibe Ihnen, weil ich bemerkt habe, dass Sie Propaganda betreiben.
Sie folgen, seit ich denken kann, der Kriegstreiberei der NATO und brandmarken etwa die Serben
im Kosovo-Krieg, den Irak, Afghanistan oder auch Libyen. Auch den Iran bearbeiten Sie alle
schon seit vielen Jahren, indem Sie ihn als den reinsten Teufel darstellen, ebenso wie andere
islamische Länder und auch die Palästinenser.

Wie sich im Nachhinein herausstellt, wird diese Propaganda oft mit Hilfe listiger Lügen
produziert. Ich möchte Ihnen etwa den Fall des angeblichen Massakers der Serben in Rogovo in
Erinnerung rufen oder die Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein, was sich ebenfalls
als Lüge herausgestellt hat, ebenso wie die angeblich von Irakern aus den Brutkästen
geworfenen kuwaitischen Säuglinge, was die Aktion eines PR-Unternehmens war. Das sind nur
einige wenige der erwiesenen Fälle, in denen Sie Ihrer journalistischen Pflicht, die Quellen
anständig zu prüfen, unwissentlich nicht, nur mangelhaft oder bewusst nicht nachgekommen
sind.
Sie schreiben, was man Ihnen sagt. Oft im Vertrauen darauf, dass es schon stimmen wird oder
im vollen Bewusstsein, dass es Kriegspropaganda ist.

Sie glauben aber vielleicht auch ganzen Herzens an das, was man Ihnen vorlegt. Gott sei Dank
aber gibt es das Internet, was vielen Menschen heute eine Möglichkeit bietet, selbst zu
recherchieren und was den Menschen auch die Möglichkeit bietet, die fragwürdigen
Standpunkte, die Sie in die Köpfe der Leute hämmern, zu hinterfragen.
In den letzten Jahrzehnten konnten durch Ihre sklavische Hingabe an die Nachrichtenagenturen,
an die Geheimdienste, die Vorgaben des Chefredakteurs und Ihre eigene Unwissenheit oder
Ihren Unwillen, sich umfassend zu informieren, viele Millionen Tote in die Erfolgsliste der
imperialistischen Gier von USRAEL eingetragen werden.

Ja, richtig. Durch IHRE propagandistischen Beiträge, mit denen Sie die Ahmadinedschads,
Gaddafis und Husseins dieser Welt thematisieren und verzerren oder beispielsweise einen Iran
als teuflisches, diktatorisches Regime darstellen, das nur auf Befreiung durch unsere Bomben
wartet, sind Sie in meinen Augen ebenso mit schuldig am Tod der Millionen, wie es der Pilot am
Knöpfchen für den Abschuss der Rakete ist. Ihre Knöpfchen sind die auf einer Tastatur, aber
durch ein paar Drücker ist diese Tastatur in Ihren Händen todbringender, als die Raketen, denn
SIE stützen die Kriege des Imperiums, indem Sie Lügen verbreiten und die Meinung ganzer
Volksscharen hinter den Eroberungsfeldzügen festigen. Aber es sind auch SIE, der Sie es in der
Hand haben, etwas Mutiges zu tun und dieses altbekannte Schema zu durchbrechen, dem
Frieden Vorschub zu leisten und nicht noch mehr Kriegen, denn wir alle haben genug davon!
Ich bin zutiefst erschrocken über die Kriegsbereitschaft und den Hass, der mir aus den Zeilen
Ihrer Medien entgegen schreit und mit dem Sie die Bevölkerung auf immer mehr ungerechte,
wahnsinnige Kriege in Ländern einschwören, die Sie uns natürlich gleich mit verklären als den
Hort des Bösen und die Wurzel allen Übels.

Ich bin erschrocken darüber, wie sehr das der Propaganda im Dritten Reich ähnelt, nur dass es
wesentlich subtiler ist und heute etwa ein schwarzer Präsident hochgehalten wird, statt einem
wütenden Schnauzbart und die Hetze gegen andere Länder ist viel klüger, als Goebbels es sich
hätte ausdenken können.

Es liegt in Ihren Händen, den Menschen über die Dinge die Wahrheit zu erzählen, die
menschliche Seite nahe zu bringen, den Frieden und die versöhnlichen Aspekte zu betonen oder
für noch mehr Tote zu sorgen. Ich hoffe ernsthaft, dass Sie darüber nachdenken, denn das Blut
der Menschen, die von den Bomben des Westens getötet und der Opfer, die im Namen unserer
"Freiheit und Demokratie" gefoltert und ermordet werden, haftet auch an Ihren Händen, wenn Sie
den Menschen ein falsches Bild liefern. Es gibt hier viele Themen, die von Ihnen verschwiegen,
verzerrt und umgedichtet werden. So die Anschläge an 9/11, die Bilderberg-Konferenzen, die viel
wichtigeren weiteren Geheimtreffen und -bünde, die Wahrheit über Gaddafi und Libyen, die
geradezu werbungsartige Kampagne, um Obama an die Macht zu bekommen, die wahren
Hintergründe von weiteren Kriegen, die Spuren der Kindesmissbrauchsfälle Dutroux oder des
Sachsensumpfs in die höhere Politik, etc. etc.
Es ist eine lange Liste und das sind nur ein paar wenige Themen, die mir einfallen, die nur von
einigen respektablen Individuen Ihres Berufsstands bearbeitet wurden oder verschwiegen,
verdreht oder fallen gelassen worden sind.
Mit all dem haben Sie es geschafft, dass viele Menschen sich bestimmte Dinge schon gar nicht
mehr denken trauen, weil sie die Zensur im Kopf haben und sie folgen Ihrer Vorstellung von
political correctness. Bei vielen Menschen haben Sie sich aber auch jegliches Vertrauen
verspielt, denn mehr Leute, als Sie vielleicht ahnen, durchschauen den Krieg der Informationen.
Das ist auch Ihr Verdienst. Ich hoffe allerdings immer noch auf die Rechtschaffenen unter Ihnen,
auch wenn ich ehrlich sagen muss, dass mich die extreme Gleichschaltung von so vielen
tausenden Journalisten in Deutschland wenig hoffen lässt. Meine letzte Aktion, als ich ca. 300 (!)
von Ihnen per mail angeschrieben habe, bezüglich des Themas Bilderberger und einem offenen
Brief von mir an den Journalisten Matthias Naß (der übrigens beantwortet wurde) , der bereits 13
Mal daran teilgenommen hat, hat mir die Augen diesbezüglich jedenfalls sehr geöffnet. Von
keinem der 300 Kollegen kam eine Antwort.

Verzeihen Sie mir, wenn ich Ihnen zu nahe getreten sein sollte, aber es ist Ihr zukünftiges
Verhalten, das auch mit darüber entscheidet, ob Kriege geführt werden können, bzw. wie das
Verhalten der Deutschen dabei aussehen wird. Ja, Sie tragen maßgeblich dazu bei, ob diese
Kriege den Rückhalt in der Bevölkerung haben werden. Ich hoffe inständig, dass Sie gut
überdenken, ob Sie die Politik des Geldadels weiter stützen wollen, oder ob Sie zum Frieden und
der Freiheit der Menschheit beitragen möchten, denn der Weg, denn die herrschende Klasse
dieser Welt momentan geht, wird uns sonst zwangsläufig in einen katastrophale Zukunft führen.

Das wird Sie und Ihre Freunde und Familien dann möglicherweise ganz direkt betreffen, denn ein
nächster Weltkrieg wird vielleicht nicht vor unserer Haustür enden.
Es liegt zu einem gewissen Grad auch in Ihrer Hand.

Mit freundlichen Grüßen,

Sebastian Nobile



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