N24 13.12.2011
N24 vom 13.12.2011
Zu wenig, zu langsam
Ratingagenturen zweifeln an Euro-Rettung
Den Ratingagenturen geht die Euro-Rettung zu langsam. Der EU-Gipfel habe nicht den Druck aus den Finanzmärkten genommen, so Fitch. Die Agenturen behalten sich weiter Herabstufungen vor.
Die Beschlüsse des EU-Gipfels zur Bekämpfung der Schuldenkrise haben noch nicht zur erhofften Beruhigung der Märkte geführt. Neue Nervosität löste am Montag die Ratingagentur Moody's aus, die von den weitreichenden Entscheidungen der europäischen Staats- und Regierungschefs nicht überzeugt ist. Die Kreditwürdigkeit aller EU-Staaten werde im ersten Quartal 2012 einer genauen Prüfung unterzogen, teilte die Agentur mit und bekräftigte damit ihre Warnung vom November. Am Abend legte auch die Ratingagentur Fitch nach. Das Spitzentreffen habe wenig dazu beigetragen, den Schuldendruck von der Währungsunion zu nehmen, heißt es in einer am Montagabend veröffentlichten Analyse.

Fitch betrachtet die Europäische Zentralbank (EZB) als einzige Instanz, die kurzfristig "Feuerschutz" für die angeschlagenen Euroländer bieten kann. Hoffnungen auf einen massiveren Einsatz der Notenbank seien nach den Gipfelergebnissen jedoch nicht angebracht. Auf dem Gipfel sei zwar starke politische Unterstützung für die Gemeinschaftswährung demonstriert worden, allerdings liefere der schrittweise Ansatz der Politiker keine sofortige umfassende Lösung, so Fitch. Standard & Poor's, die dritte große Agentur, hatte die Länder der EU und Eurozone bereits vor dem Spitzentreffen unter verschärfte Beobachtung gestellt.
 
Kaum kurzfristige Maßnahmen
Der deutsche Aktienmarkt ging auf Talfahrt und lag am Ende fast 3,4 Prozent im Minus. Auch die europäischen Börsen präsentierten sich schwach. Der Euro geriet stark unter Druck und sackte unter 1,32 Dollar. Moody's kritisierte, dass vor allem kurzfristige Maßnahmen zur Stabilisierung der angespannten Kreditmärkte fehlten. Die Eurozone und die gesamte EU stünden weiter unter Druck. Darüber hinaus zeigte sich die Ratingagentur auch von den konkreten Beschlüssen der europäischen Staats- und Regierungschefs nicht überzeugt. Nur wenige der angekündigten Krisenmaßnahmen seien neu, vieles ähnele früheren Ankündigungen.

In Kürze wird auch die Bewertung des Gipfels durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) erwartet. Der Noten-Verteiler hatte in der vergangenen Woche das Rating der Euroländer, darunter auch Deutschland und alle anderen Staaten mit der Bestnote "AAA", unter verschärfte Beobachtung gestellt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung in den kommenden Wochen.
 
Sarkozy: Vertrag kommt zügig
Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy kündigte an, dass die rechtlichen Aspekte des neuen Vertrags über eine Fiskalunion ohne Großbritannien zügig ausgearbeitet würden. Dies solle in den nächsten 15 Tagen geschehen, sagte Sarkozy in einem von "Le Monde" veröffentlichten Interview. Die beim EU-Gipfel in der vergangenen Woche beschlossene Fiskalunion sei die Chance zu einem anderen Europa. "Ein anderes Europa ist dabei zu entstehen - das der Euro-Zone, in dem die Schlüsselworte gemeinsame Wirtschaftspolitik, Haushalts- und Fiskalregeln heißen", sagte Sarkozy.
Der Kampf gegen die Staatspleite läuft beim Euro-Sorgenkind Griechenland unterdessen weiter. Die "Troika" der internationalen Geldgeber setzt ihre Kontrollen fort. Dutzende Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) wollten von Montag an Möglichkeiten für eine Rettung des Schuldensünders prüfen und später Maßnahmen vorschlagen. Im Zentrum steht das neue Hilfsprogramm in Höhe von 130 Milliarden Euro.
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